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Stereo, CD des Monats

It has taken 22 years for the followup to the Surman/DeJohnette duo's remarkable Amazing Adventures of Simon Simon, and this live album recorded at the Berlin Jazz Festival and the Tampere Jazz Happening in 2000 is an equally important release. Today it seems the flimsiest sketch by a big name appears to be valued more than a choice canvas by a minor master, so an album like this is likely to pass by the opinion-shapers of majority culture. Fortunately this has never been an impediment to creating outstanding jazz like this.
Stuart Nicholson, BBC Music Magazine

As the term "electronic music" becomes as vague and commomplace as "desktop publishing", so the need becomes greater for one thing that is impossible to engineer: a good ear. And that's what distinguishes Invisible Nature, by John Surman and Jack DeJohnette, who have a knack for using electronics within largely improvised live performances. DeJohnette's kit sounds fantastic, whether acoustic or electronically triggered. He has a distinctive sureness of touch and timbre that you can hear on many significant jazz albums by Davis, Jarrett and Hancock. Surman ... has a practical approach to the electronics he has used for two decades or more: he sets up simple, slightly unpredictable synth patterns or drones that are transparent enough for him to play against on baritone or soprano saxophone - and occasionally on MIDI wind controller, a direct descendant of the lyricon. What ignites this collaboration is the two musicians' collective "ear", their feel for what makes an improvisation happen, their instinct for a phrase, a note, a sound. From the echoplexed atmospheres of Mysterium to the dirty groove of Underground Movement, it all works brilliantly.
John L Walter, The Guardian

Bereits vor 20 Jahren nahm der britische Bläser und Synthesizerspieler Surman mit dem Trommler und Pianisten aus Chicago ein Duoalbum auf (The Amazing Adventures Of Simon Simon). Wie man es von den beiden Eklektikern schätzt, produzieren sie auch auf dem in Berlin und Tampere entstandenen neuen Album ein Amalgam aus verschiedensten Zutaten - von der Folklore über freie Passagen bis hin zur Minimalmusik. Da schichten sich Melodien hintereinander, die mal aggressiv, mal zärtlich, aber immer präsent und klangschön sind. Innerhalb ihrer metrischen Gefüge schaffen Surman/DeJohnette Transparenz durch fragil-lebhafte Abstufungen. Feinfühlig, voller klanglicher Köstlichkeiten, Akribie und Explosivität.
Olaf Maikopf, Jazzthing

Wie ein Archivar des Phantastischen schichtet Surman über ein marionettenhaft-tänzerisches Schlagzeug-Motiv Improvisationsbilder von großer gestischer Kraft, wobei sparsam dosierte Synthesizer-Einsätze den Melodien noch stärkere Kontraste verleihen. In "Rising Tide" und "Fair Trade" gelingt Surman mühelos der Nachweis, dass er immer noch zu den wenigen Künstlern zählt, die Ungewöhnliches auf dem Baritonsaxophon zu erzählen haben. Die federnden Beats, mit denen Jack DeJohnette "Underground Movements" unterlegt und damit den Saxophonisten in die schwindelnden Höhen seiner Chorusse katapultiert, werden von einem natürlichen rhythmischen Puls bestimmt. Die Konzeption seines Schlagzeugspiels besteht darin, fast unmerklich gestalterische Elemente einzubringen. Die Eleganz seiner Einsätze besteht aus fließenden Bewegungen, aus denen sich diverse Muster formieren. ... Auf Invisible Nature betreiben die beiden Künstler keine rückwärtsgewandte Werkschau, sondern benutzen die Gelegenheit, um mit musikalischen Pretiosen aufzukreuzen.
Gerd Filtgen, Fono Forum

Die Beziehung des Duos reicht bis in die ferne Vergangenheit und brach sich auf Tonträger erstmals 1981 Bahn, nämlich auf der zu Recht legendären Platte The Amazing Adventures of Simon Simon. Das tiefe Verständnis, das aus dieser langen Beziehung resultiert, hört man Invisible Nature glücklicherweise auch an. Man meint förmlich zu spüren, wie der eine ahnt, was der andere als Nächstes tun könnte, um ihn dabei treffend zu unterstützen oder konterkarieren zu können. Dabei hat es natürlich keiner der beiden noch nötig, seine Virtuosität auf irgendeine Art demonstrativ in den Vordergrund zu stellen - beide spielen sich die Bälle zu und greifen auch in die Trickkiste: auf dem "Ganges Groove" spielt Jack DeJohnette die elektronischen drums beispielsweise mit der Hand. Das Ergebnis ist ein Sound, der der Tabla ähnlich ist, während Surman mit dem MIDI wind controller seinem Instrument indische Würze verleiht. Kurz: Invisible Nature ist die Kunst der Improvisation, Abteilung Hohe Schule.
Rolf Thomas, Jazzthetik

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