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About ECM

There's something about the splintered and spacious voicing of Jon Balke's opening chord that tells you there's a mind at work here, and through the next 47 minutes Balke goes on to prove exactly what a sensitive and probing mind that is. ... The music is unhurried and roomy, and Balke weaves remarkably sonorous sounds and harmonic variety from the minimum of resources. The tracks run together as a continuous structure and Balke's score abounds with good set pieces. ...This is an engaging and intelligent release by a true composer with an innate understanding of the demands of improvising soloists.
Philip Clark, Jazzreview

Die neue CD Kyanos ist eine Art Jubiläumsalbum. Seit zehn Jahren besteht es nun, das Magnetic North Orchestra unter Leitung des Pianisten und Keyboarders Jon Balke. Was als "echte" Mini-Big-Band konzipiert war, hat sich zu einem modernen Kammerensemble verdichtet: drei Bläser, Rhythmusgruppe sowie das Cello von Svante Henryson, der seine weitgehende klangliche Ungebundenheit als einzig verbliebener Streicher dazu nutzt, in zumeist pointierten Statements die zahlreichen Farben seines Instrumentes dezent aufleuchten zu lassen. So ist das Cello auch das einzige ein wenig "arabeske" Instrument in dieser ansonsten von großer, jedoch nie als Einschränkung empfundener individueller Disziplin getragenen Musik, die überwiegend auf den elegischen Kompositionen des Leaders Balke basiert. Zwei Aspekte unterstreichen die beachtliche musikalische Qualität: das erstklassige Line-up, das unter anderem so versierte Sidemen wie Bassist Anders Jormin und Trompeter Arve Henriksen verzeichnet, sowie der Umstand, dass man sich trotz relativ kurzer Stücke die Zeit genommen hat, die Musik episch zu entwickeln, dramaturgisch aufzubereiten und in eine souveräne Auflösung zu überführen. Diese Stücke sind kleine theatrale Akte. Jon Balke und sein Magnetic North Orchestra haben intelligente Klangskulpturen gefertigt, deren kleine Ecken und Kanten sich im Hörer auf das Angenehmste runden. Kyanos ist inspirierte und inspirierende Musik.
Volker Doberstein, Jazzpodium

What began as a percussion group, a string quartet and a jazz sextet has now been pared down to a septet with two trumpets, a saxophone, cello, piano, bass and drums but without loss of Balke's sweeping orchestral concept in a highly personal fusion of jazz, classical elements and ethnic musics. Kyanos is an exquisite unravelling of textures against discretely pulsating rhythms; Balke says he writes, Ellingtonlike, for the specific musical personalities in his group, and the way his textures billow or hang in the air like a dense Nordic fog reflects a close musical understanding of his group. Balke's writing is rich in inner detail, his orchestral tonal clusters never quite what they seem, with unusual combinations of instruments grouping and regrouping then parting to allow a solo voice to be heard. Hypnotic and mesmerising.
Stuart Nicholson, Jazzwise

Klarheit und Schärfe soll die Verlangsamung von Fernsehbildern bringen, um die Wirklichkeit genauer zu fassen. Doch stattdessen tritt jener seltsame Effekt ein: Lyrische Unschärfe und Auflösung erfasst die Bilder, welch anmutiger Sturz, welch Ballett des Schrecklichen - die Zeitlupe poetisiert die Realität. Dem norwegischen Pianisten oder besser Klangarrangeur Jon Balke gelingt Ähnliches mit seinem Magnetic North Orchestra: Er verlangsamt den modernen Jazz, löst das Musikbild in einzelne Klangpunkte auf, man sieht das Ganze und hört doch die Teile. ... Das Album Kyanos verbindet elf Kompositionen, Kombinationen von Klangschichten aus Bass und Cello, zwei Trompeten und einem Saxofon, Klavier und Schlagzeug. Als sei die sanfte Konterrevolution der akustischen Instrumente geplant, als sei das Zeitgefühl der Laptop-Komponisten und die Materialneugier der Avantgarde nach Cage zur neuen Herausforderung für die nordischen Melodiker und Verlangsamer geworden. Was Jon Balke Anfang der neunziger Jahre mit seinen Oslo 13 als kleinorchestrale Verbindung von Streichern, Jazz und Perkussion initiierte, ist jetzt zur Kammerversion von Ton- und Gefühlslagen geworden, Northern Swing'n'Soul in Zeitlupe inklusive.
Konrad Heidkamp, Die Zeit

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