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A multi-part suite commissioned by the Hilliard Quartet, ‘Melodic Warrior’ offers a marriage of Terje Rypdal’s tense guitar and the Bruckner Orchester under Dennis Russel Davies. Built around Native American texts, it opens with a high-pitched tone and coughing, before a swell of cellos and rumbling percussion herald the Hilliard’s entry. Then Rypdal’s guitar appears, wrapped in warm strings, and we’re off though a sequence of movements recalling such influences as Ligeti (the monkish vocals of ‘The Secret File’) and Wild West soundtracks (the galloping guitar and strings of ‘My Music Reaches To The Sky’). The awed, Wordsworthian tone of the piece is echoed in ‘And The Sky Was Coloured with Waterfalls and Angels’.
Andy Gill, The Independent

The two superb orchestral pieces here suggest that Rypdal really needs to be seen as a composer. Commissioned by the Hilliard Ensemble, with Bruckner Orchester Linz conducted by Dennis Russell Davies, ‘Melodic Warrior’ sets native American poetry (with a nod to Jimi Hendrix and his stated desire to ‘kiss the sky’), to startingly shamanic soundscapes.
P.J., The Independent on Sunday

Der norwegische Gitarrist und Klangmaler Terje Rypdal ist einer der wenigen europäischen Jazz-Musiker, die absolut eigenständig den Rest der Welt beeindrucken konnten. Seine Grenzgänge vom Sixties-Rock bis zur E-Musik-Avantgarde - mittendrin immer wieder diese klagende, verzerrte Lead-Gitarre - waren nie so angelegt, Popstar zu werden oder Cocktail-Inhalationen in der V.I.P.-Lounge zu beschallen. Rypdal war immer Rypdal. Und er bleibt es: Das Titelstück der neuen CD ist ein 45-minütiger, harter Brocken, interpretiert vom Hilliard-Vokal-Ensemble und dem Bruckner-Orchester, aufgenommen 2003. Die letzte knappe halbe Stunde des Albums heißt 'And The Sky Was Coloured With Waterfalls And Angels' (2009) und featured den Gitarristen Rypdal vor klassischem Orchester - rein instrumental, sphärische Musik ohne Beats, die sich in bewegenden Räumen und Soundscapes im besten Sinne verspielt.
Lothar Trampert, Gitarre & Bass

Immer wieder ist Rypdals Nähe zur skandinavischen Landschaft in seinem Spiel hervorgehoben worden, nicht selten auch aus Erklärungsnot. Vielleicht hat er nie so grandiose Töne für die Determiniertheit des Menschen im Archaischen gefunden wie in diesem weit ausholenden, neunsätzigen Werk von großer Schönheit und ebensolcher Experimentierlust. Das dockt mehr an bei Penderecki als bei Hendrix, mehr bei Ligeti als bei Miles Davis. Das stellt eine frappierende Symbiose zwischen den vier Hilliard-Stimmen, dem Orchester und Rypdals Gitarre her. Ein in sich ruhendes, neutönerisches Dräuen, keine Maschinenstürmerei, sondern ein ausgewogenes, gravitätisches Malen mit großer Palette in diversen Klangfarben.
Auch das zweite Stück – entstanden 2009 anlässlich eines Feuerwerksfestivals in Cannes und aufgenommen mit dem Philharmonischen Orchester Wroclaw und Sebastian Perlowski beim polnischen Jazztopad Festival – jongliert mit Naturbildern. Alle vier Sätze sind mit ‚Waterfalls’ überschrieben. Was man hört, erscheint konventioneller, konzentrierter und auch getragener in seiner Expressivität.
Beide Stücke entfalten sich mit hoher Emotionalität, ohne ins Banale zu kippen. Zwei mit dem Gigantomanischen spielende Kompositionen hört man, Musik zum Eintauchen, nicht zum Nebenbeihören: Zwei sich ergänzende Konzerte für E-Gitarre auch, und die sind in der neuen ernsten Musik wahrlich nicht häufig zu finden.
Ulrich Steinmetzger, Mitteldeutsche Zeitung

Terje Rypdal hat den skandinavischen Jazz um scharfe, Hardrock-nahe Saitensounds bereichert. Ähnlich massiv setzt er auch in Passagen des neunteiligen Oeuvres ‚Melodic Warrior’ einen vitalen Gegenpol zu den vielschichtigen Klängen des von Dennis Russell Davies dirigierten Bruckner Orchester Linz. Als drittes Element in dieser kontrastreichen Konstellation singt das vierköpfige Hilliard Ensemble Gedichte nordamerikanischer Indianer. Die 45-minütige Komposition und das 27-minütige ‚And The Sky Was Coloured With Waterfalls And Angels’ (mit den Breslauer Philharmonikern) sind beeindruckende, stark von zeitgenössischer Musik geprägte Werke jenseits der Genregrenzen.
Werner Stiefele, Audio

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