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About ECM

Das Beiheft zu dem neuen Album “Sunrise”, womit Kikuchi jetzt sein Debüt beim Label ECM gibt, erklärt in gewisser Weise, was er in all den Jahren gemacht hat: Poo hat seine Sprache gesucht. Immer wieder ermutigt von den Bewunderern seines methodischen Rigorismus, etwas von Gary Peacock, dem Bassisten des Keith Jarrett Trios, oder Paul Motian, dem Vater des modernen Schlagzeugspiels.
Und Letzterer konnte, kurz vor seinem Tod im Herbst 2011, seinen Lieblingspianisten Poo dann doch überzeugen, sich noch einmal wieder auf gemeinsame Aufnahmen einzulassen. […] Die Musik fügt sich zwanglos zu einer Suite, sie erschließt sich unmittelbar als ein autarker künstlerischer Kosmos. Augenblicklich wird klar, dass hier die Digne mit der magischen Folgerichtigkeit geschehen, der nur Fortgeschrittene Günstlinge des improvisierten Augenblicks teilhaftig werden. So wird das Album „Sunrise“ noch lange als ein Meilenstein des Post-Free-Jazz in der improvisierten Musik nachwirken: als die letzte, quintessentielle Studioaufnahme Paul Motians, auf der sich dessen minimalistisches Spiel mit Texturen zu einer Polyrhythmik der Klangfarben erweitert; und zugleich als ein funkelndes Unikat des Masabumi Kikuchi Trios, das in den reduzierten kontrapunktischen Verhältnissen, die er junge Thomas Morgan zu Piano und Drums pflegt, eine kongeniale Stimmführung im bass gefunden hatte. Schließlich: als Testament und Durchbruch, mit welchem der bandleader Kikuchi seinem Ideal der Erschaffung eines Zeit-Raums reiner psychischer Intensitäten denkbar nahe gekommen sein dürfte.
Alessandro Topa, Frankfurter Allgemeine Zeitung

Kikuchi, Morgan and Motian may travel to strange and unusual places, where abstruse ideas gently skew on their sides and melodies are twisted beyond convention, but even at its most oblique, Sunrise reveals unexpected and unusual beauty—an equally appropriate description and ultimate homage for Motian, who never lived his life on anybody's terms but his own, with a resultant musical legacy that's all the more significant for it.
John Kelman, All About Jazz

...im Wortsinn unerhörte Musik, von einer brüskierenden Intimität und einer alles Naheliegende verweigernden Gegenwärtigkeit. Eine andauernde sanfte Provokation. […] Motian hat immer das Metrum sabotiert, aufgelöst, umspielt, als Ahnung beschworen, in einen prekären Puls verwandelt. Im denkbar dichtesten und offensten Interplay mit Kikuchi und Bassist Thomas Morgan wird, von drei scheinbar fast konventionellen Balladen abgesehen, das Metrum regelrecht „zerfetzt“. Die denkbar radikalste und vom Begriff weitestentfernte Form von Ragtime (ragged time). Schön anstrengend, das heißt schön und anstrengend. Oder auch ganz einfach. Wie ein Naturvorgang: Regenfall, Wolkenzug, Hagelschlag.
Peter Rüedi, Die Weltwoche

Wie in extremer Zeitlupe nähert sich diese Musik. Feine, aber kantige Klavierklänge, die ganz langsam herbeischweben und immer wieder fast innehalten; dahinter ein leises Klappern und Flattern vom Schlagzeug, dessen freie Rhythmen sich sacht in die Luft auffächern – und dazu, als sollten sie unerwartete Erdenschwere herstellen, vereinzelte Töne vom Kontrabass, die schwer zu Boden zu fallen scheinen. So klingt es, wenn das Trio des Japaners Masabumi Kikuchi spielt. […] Keiner klingt wie Kikuchi, keiner inszeniert seine Musik so wie er. Ihm zuzuhören ist ein unvergleichliches Erlebnis. […]
Und die Musik dieser drei ungleichen und doch unendlich harmonischen Partner auf „Sunrise“ hat das Zeug zu einer Momentaufnahme von zeitlosem Reiz.
Roland Spiegel, BR-Klassik

„Sunrise“ is a work of incredible depth and intimate beauty, the musical equivalent of trying to describe the sunrise to a visual impaired individual whose heightened senses are still picking up more of the subtle nuances occurring around you than you are. Instead of paralysis through analysis pianist Kikuchi simply plays.
Brent Black, Criticaljazz.com

Kristallene Töne, intensiv und fein zugleich angeschlagen, fliegen wie schwerelose Partikel durch den Raum und tanzen mit den dunklen Basslecksen von Thomas Morgan sowie den federleichten Schlagzeug-EInschüben von Motian, der die Sensibilität und Radikalität dieser Aufnahme auf seine ureigene Weise katalysiert. Ein unglaublicher Pianist, ein unglaubliches Trio.
Reinhard Köchl, Jazzthing

Sunrise is a work of incredible depth and intimate beauty, the musical equivalent of trying to describe the sunrise to a visual impaired individual meanwhile their heightened senses are still picking up more of the subtle nuances occurring around you then you are. Instead of paralysis by analysis pianist Kikuchi simply plays. There are no preconceived thematic ideas, no grand statements and no profound moments of musical all the while Sunrise is a profound work of great beauty and surprising intimacy.
Brent Black, Criticaljazz.com

Ein geniales Spiel mit der Inspiration des Augenblicks […].
Superb austarierte abstrakte Balladen (…) ohne die Haltepunkte von Vorgefertigtem (…) und ohne blenderische Eile. An ihre Stelle treten unverbrauchte Interaktionen, deren sensible Ausgewogenheit eine komplett unikäre Musik wachsen lässt.
Ulrich Steinmetzger, Leipziger Volkszeitung

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