Der Schweizer Geiger und Komponist Paul Giger fand seinen ganz eigenen Pfad einer neuzeitlichmittelalterlichen Begegnung und bearbeitete ein der Klosterfrau von Bingen zugeschriebenes Organum (und anderes Mittelalterliches mehr) für Streichtrio. Meditativ kommt diese Musik daher, in sich kreisend und von entrückter Zeitlosigkeit - gleich einem perpetuum mobile ohne Anfang und Ende. Zusammen mit den Stimmen des Kammerchors der Estnischen Philharmonie unter der Leitung von Toñu Kaljuste setzt Giger ein stimmiges, eigensinniges Zeichen, das sich von anderen gesichtslosen und leicht verdaulichen Revival-Versuchen auf angenehme Weise unterscheidet.
Anja Lachmann, Musik & Theater
This album demonstrates how effective the results can be when boundaries are ignored, allowed to dissolve, rather than battered down. ...The highlight is Giger's Karma Shadub, devised for solo violin... This version calls for the choir to sustain a pedal note for breathtaking time until shapes can be distributing moving inside this glowing cocoon of sound. The drone eventually begins to pulsate and gradually the shapes resolve into rich, tonal melodies which surround the violin as it glides over and around the voices.
Barry Witherden, Classic CD
Auf seiner neuesten CD Ignis, wagt es der Komponist und Violinist Paul Giger, emotionell in die Gegenwart zu holen, was ihn am mittelalterlichen Denken und Fühlen berührt. ... Er versteht es, auch das Geheimnisvolle, Archaische, das daraus spricht, zu transportieren, und sinnlich wird nachvollziehbar, wie eng im Mittelalter Geist und Welt miteinander verbunden waren.
Alfred Zimmerlin, Neue Zürcher Zeitung
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