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Fono Forum, Stern des Monats

This set juxtaposes America's doyen of composers and the Berlin-based South Korean who died in 1995, a disc to each. Yun's late Quartet for oboe and string trio parallels Carter's late Oboe Quartet for the same forces. This work - a sequence of the six different duets possible to the players - is a marvel of witty texture, as capricious, unruly and spot-on as the late poems of Yeats. No mistaking that the performers are soloists - they bring the music fiercely yet funnily to life.
Paul Driver, Sunday Times

The set's first disc brings recent work by Elliott Carter, 95 in December. With him, age has withered or staled nothing: energy rushes through the profusion of ideas in these playfully complex and lyrical pieces. The oboe quartet from 2001 comes partnered with remembrances of musical colleagues for solo instruments, miracles of invention in a confined space. Holliger's dexterity and breath control amazes, most of all in Yun's solo oboe piece "Piri"; other solo artists, Thomas Zehetmair (violin) and Thomas Demenga (cello), give equally committed performances. ... One of the best releases of contemporary chamber music for some time.
Geoff Brown, The Times

Auf den ersten Blick scheinen Isang Yun und Elliott Carter wenig gemeinsam zu haben - hier der 1995 verstorbene Koreaner, der asiatische und europäische Elemente zu einem unverwechselbaren Stil verband, dort der mittlerweile fast 95-jährige Amerikaner, dessen Werke asketische Höhenluft atmen und der sich nach wie vor ungebrochener Schaffenskraft erfreut. Es vereint sie jedoch - ganz abgesehen davon, dass keiner von ihnen jemals irgendwelchen Schulen und Ideologien gefolgt ist - ein besonderer Umstand: Beide waren bzw. sind Freunde des großen Oboisten (und Komponisten) Heinz Holliger, für den sie jeweils ein Oboenquartett komponierten, und diese beiden Stücke zählen zu den bedeutendsten Spätwerken ihrer Schöpfer. Yuns Quartett - die vorletzte Komposition, die er vollendete - fasziniert vor allem durch seinen langsamen Mittelsatz, in dem die Musik quasi entkörperlicht in Regionen schwebt, die durch Töne nur angedeutet werden können. Das ist zu purem Geist gewordener Klang, aller Materialität enthoben. Demgegenüber begeistert Elliott Carters Komposition durch beinahe jugendliche Vitalität und - im Vergleich zu früheren Werken des Komponisten - unmittelbare Fasslichkeit. Carter hat in seinen Neunzigern zu einer Gelassenheit gefunden, die ihn - bei allem intellektuellen Anspruch, den seine Musik nach wie vor stellt - erfrischend frei formulieren lässt. Diese Einspielung ist ein wertvolles Dokument in mehrfacher Hinsicht: der Musik zweier großer Komponisten, der Kunst eines unvergleichlichen Interpreten sowie der Freundschaft, die diese Werke zustande gebracht hat.
Thomas Schulz, Applaus

In beiden Fällen handelt es sich um Spätwerke im emphatischen Sinn. Carters Quartett ist von einer Leichtigkeit und Brillanz, wie sie viele seiner späten Arbeiten auszeichnet. Polyphone Strukturen verwebt er in einer Abfolge kurzer Duette für alle nur möglichen Instrumentenkombinationen zu immer neuen Konstellationen. Der Oboenpart ist außerordentlich sanglich gehalten, obgleich in dem polyphonen Gewebe alle Instrumente strukturbildende Aufgaben übernehmen. Das Werk ist ein schönes Beispiel dafür, dass sich Heiterkeit und Komplexität keineswegs ausschließen müssen. Yuns Quartett führt in den drei Sätzen in ganz unterschiedliche Klangwelten. Während sich der erste, sehr bewegte und dichte Satz aus einer Trillerfigur entwickelt, konzentriert sich der in eher dunklen Farben gehaltene langsame Satz auf zarte Liegeklänge und kurze Glissandi. In seiner Schlichtheit und Eindringlichkeit gehört er mit zu dem Schönsten, was Yun je komponiert hat. Ergänzt werden diese beiden Hauptwerke durch Solostücke beider Komponisten, die bei Interpreten wie Heinz Holliger oder Thomas Demenga in den denkbar besten Händen sind.
Martin Demmler, Fono Forum

Composed in 2001, Elliott Carter's Oboe Quartet has all the qualities we associate with his astonishing late music - the buoyant, effortless invention, perfectly characterised for every instrument, the melding of musical episodes into a single, perfectly seamless span, the sheer delight in creativity that is conveyed in every note. Carter composed the Quartet for Heinz Holliger, and he and his distinguished trio of string players allow the lighter-than-air invention its perfect weight, complementing the disc with some of the solo miniatures that have proliferated through Carter's output in the last two decades - the celebratory "Lauds" for violin, the "Figments" for cello, and "A Six-Letter Letter" for cor anglais... Yun's Quartet is typically sinewy tangle of instrumental lines, which constantly challenges the expressive bounds of what single strands of music can convey; "Piri" for solo oboe has the same imperatives, and Holliger delivers them with quite astonishing intensity.
Andrew Clements, BBC Music Magazine

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