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About ECM

Kurtág ist das Gewissen der Musik, aber man braucht kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn man seinen ‘Signs, Games and Messages’ ganz locker und ohne Noten lauscht. Dafür müssen sie freilich so durchgereift gespielt werden, wie Kim Kashkashian das auf ihrer CD tut. Vielleicht gibt es keinen besseren Einstieg in Kurtágs Welt als diese Stücke für Solobratsche, die aus einem 189 begonnenen work in progress für mehrere Instrumente kombiniert wurden. Komplexität schlägt in Klarheit um, sogar in genießerische Erkundung des Instruments.
Volker Hagedorn, Die Zeit

The opening ‘Hora lungă’ (Slow Song) is played on a single string – the C – and enchants with its folksong-like melody. As usual with Ligeti, nothing is what it seems: the melody is artificial, the folksy atmosphere soon disrupted by microtonal incursions. That first movement and the concluding ‘Chaconne chromatique’ were written for Tabea Zimmermann, whose 1997 recording remains the benchmark for all rivals, but Kashkashian is just as convincing, her tempi more measured than Knox (at under 20 minutes, too swift), Power and Tamestit, her tone far more grateful to hear than Strosser. The remaining four movements mix fiery pyrotechnics and emotionally complex memorials of which Kashkashian is a fine interpreter.
She is even more on her mettle in György Kurtag’s 19-movement collection Jelek, játékok és üzenetek (‘Signs, Games and Messages’), started in 1989 (using some pieces begun even earlier) and still being added to, though since 2001 only revisions have been made, no new pieces.
Guy Rickards, Gramophone

Violist Kim Kashkashian has been an eloquent and impassioned champion of the music for her instruments for decades now. But this new solo CD - which got a well-deserved Grammy nomination this month – finds her at the peak of her expressive and technical powers, playing music for unaccompanied viola by two of the great contemporary masters, György Kurtág and György Ligeti. It’s a terrific pairing of two linked but complementary sensibilites, matching Kurtág’s terse, aphoristic style with Ligeti’s more expansive and playful creative personality. [...] Kashkashian’s superb performances revel in the elusiveness of both pieces, bringing dark timbre and rhythmic fluidity to both in equal measure.
Joshua Kosman, San Francisco Chronicle

Economy is key here: Nothing more than necessary is said. Often a wandering line suffices, always coloured with great delicacy by Kashkahsian; harmony, when evoked, is spare and purposeful. Kashkashian excels at fine modulations of unconventional tone, such as the distored barking sounds (produced by playing at the bridge of the instrument) of the playfully titled ‘Kromatikos feleselõs’ (‘Chromatically saucy’), eerily contrasted with ‘Virág Zsigmondy Dénesnek’ (‘A Flower for Dénes Zsigmondy’) wose distant groans waft in and out of audibility. She is an ideal guide to this sinister and lonely territory...
Andrew Morris, International Record Review

Von Kurtág interpretiert sie “Zeichen, Spiele und Botschaften”, eine 1989 begonnene Werkreihe, die er bis heute fortschreibt. Kratzig-derbe geht es in „Chromatisch aufreizend“ zu, „Eine Blume für Dénes Zsigmondy“ ist so fragil, dass sie beim kleinsten Windhauch knicken müsste […] Ligetis „Sonata for Viola solo“, in den Neunzigern entstanden, schließt sich daran an. Der erste Satz beginnt mit einer folkloristisch vertraut wirkenden Weise, der immer wieder ein Halbton verrutscht. Gleich einem ungeübten Sänger, der gedankenverloren vor sich hin summt, bis ihm Luft und Klang abhanden kommen. Wie Kim Kashkashian diesen abrupten Wechsel vom fünffachen forte zum – in Flageoletts gespielten – pianissimo umsetzt, ist atemberaubend. Ebenso die Interpretation der folgenden Sätze, deren Anforderungen physische grenzen allenfalls am Rande wahrnehmen, rhythmisch, melodisch und harmonisch. Geradezu irrwitzig ist da prestissimo im vierten Satz, das schon auf einer Geige zum Fürchten wäre.
Ralf Neite, Zeitzeichen

Kashkashian’s playing is wonderfully concentrated, and she shines, too, in György Ligeti’s substantial late Sonata for Viola Solo (1991-94), a piece inspired by the viola playing of Tabea Zimmermann that sounds at once old and new.
Michael Dervan, The Irish Times

Kurtag can seem either complex (the four times revised, frantic 50-second The Carenza Jig) or naive (Kroo Gyorgy in memoriam, consisting chiefly of a slow, measured, funereal downward scale). Ligeti’s six-movement work is characterised by intentional disjointedness between the eloquently ruminative and the fast, jagged and frantic. Kashkashian rises to every challenge thrown at her.
Stephen Pettitt, Sunday Times

New compositional vernaculars require fluent translators, and concert soloist Kim Kashkashian ‘speaks’ Kurtág and Ligeti with the eloquence of a poet laureate. For her latest release, Music for Viola, the Armenian-American exquisitely executes György Ligeti’s vocabulary of extremes and György Kurtág’s concise sonic fragments in one of the year’s most exceptional albums. [...] The beauty here may be unfamiliar to some, but it’s nonetheless inescapable in the hands of this alto-clef interlocutor.
Doyle Armbrust, Time Out Chicago

Kim Kashkashian bringt die beiden auf ihrer aktuellen CD einmal mehr zusammen: zu Kurtágs Werken für Bratsche solo spielt sie Ligetis Bratschen-Sonate, ein sinnliches Werk, das den großen Atem kennt, aber auch den atemlosen Loop. Und dazu jene kantable Kraft, die Kim Kashkashian so gelöst und zwingend freizusetzen weiss.
Susanne Kübler, Tagesanzeiger

Wisps, fragments, gestures, aphorisms: It’s impossible to pin down the 19 tiny pieces that make up Kurtág’s Signs, Games and Messages. [...] They are perfectly projected by Armenian-American violist Kim Kashkashian, who then tackles the six-movement unaccompanied sonata by Ligeti, which sounds massive and solid by comparison, though it is equally elusive, equally original.
Nicholas Kenyon, The Observer

Die Bratschistin Kim Kashkashian erweist sich in ‘Zeichen, Spiele und Botschaften’ für Viola solo als große Meisterin. Sie erzeugt eine enorme spannungsdichte, gibt den 19 Stücken, diesen komplexen, teils zerfurchten Seelenwelten prägnante Gestalt. Sie lässt Kurtágs Musik berührend sprechen. Gleiches gilt für György Ligetis Sonata für Viola solo (1991-94). Die vielschichtigen, in die Extreme vordringenden Stücke erzählt sie ergreifend. Das ist große Neue Musik grandios gespielt.
Christian Fluri, Der Sonntag

Die fokussierte Aufmerksamkeit, zu der diese großartig konzentrierten Miniaturen einladen, führt zu einer Tiefenentspannung, die man mit Nebenbeihören nie erreichen wird.
Carsten Niemann, Der Tagesspiegel

Auf ihrer aktuellen CD präsentiert Kashkashian mit der Sonate für Viola solo von György Ligeti eines der zentralen Solowerke für Bratsche im 20. Jahrhundert. Bei Kashkashian klingt es viel ‚bachischer’ und weniger impressionistisch als bei prominenten Vorgängern. Daneben bietet sie die bislang beste Aufnahme von György Kurtágs ‚Sings, Games and Messages’, neu ergänzt und fortkomponiert durch den Komponisten (als ‚work in progress’). Eine CD von großer Schönheit und überwältigendem Erzählatem.
Kai Luehrs-Kaiser, Fono Forum

Intensitet i musikk er en forunderlig ting. Det slår meg, ved lytting til bratsjisten Kim Kashkashians siste utgivelse på ECM. Den heter ganske enkelt „Musikk for bratsi“, og er viet to komponisters solostykker for instrumentet hennes, György Kurtags „Signs, Games and Messages“ (et verk komonisten selv betegner som „Work in progress“) fra slutten av 1980-tallet, og György Ligetis Bratsjsonate fra begynnelsen av 1990-tallet. Det dreier seg altså om to ungarske komponister, to av de betydeligste komponistene fra vår egen tid. Men utgivelsen fester raskt oppmerksomheten rundt en fabelaktig musiker og hennes instrument.
Ståle Wikshåland, Dagbladet

Während andere Bratscher noch neidisch im 18. Jahrhundert herumspähten, in dem sie solistisch zu kurz kamen, und das 20. Jahrhundert, das sie reich beschenkt hat, nur ab und an besuchten, spielte sie gleichermaßen Brahms und Schnittke, Hindemith und Eötvös, gern auch mal spanische Gesänge, und inspirierte ihren armenischen Landsmann Tigran Mansurian zu wunderbaren Stücken wie denen für Bratsche und Percussion.
Der Offenheit entspricht jener Ton aus vielen Farben, mit dem Kashkashian auch in der stark gewachsenen Szene exzellenter Violaspieler unverwechselbar geblieben ist. Die erste, vielleicht einzige, bei der man finden kann, dass die Geige neben der Bratsche vielleicht doch ein etwas beengtes Instrument ist, und die überhaupt weniger vom Instrument herzukommen scheint als vom Gesang. […]
Im finalen "Klagelied" heult die Bratsche wahrhaftig, da verschwimmen die Kerntöne im Glissando wie unter Tränen. So passt es fabelhaft, dass gleich danach György Ligeti den Beginn seiner Sonate mikrointervallisch verzerrt. Insgesamt aber sind Ligetis sechs Sätze, zu Beginn der 1990er entstanden, verblüffend retrospektiv. Nicht regressiv, wohlgemerkt: Hier wird etwas gespiegelt. Im "Loop" etwa Rhythmik und Harmonik des mittleren Bartók, zum Paarlauf in Doppelgriffen gedrängt. Nicht nur im "Prestissimo" lässt Hindemiths Bratschen-Solosonate von 1922 grüßen, und in der "Chaconne" kann man gar an Pfitzners fiktive Renaissance denken. Das finale H-Dur als Sextakkord ist freilich ein solches Fragezeichen, als grinse Ligeti: Macht's euch nicht zu einfach! Oder ist es open end, ein Blick in die Zukunft? Kim Kashkashian, diese wunderbare Künstlerin, spielt so lebendig, dass selbst eine CD jedes Mal etwas anders klingt.
Volker Hagedorn, Rheinische Post

Music for Viola is a release of elemental music from a performer who dispays the utmost confidence and attention to detail. [...] With this recording, Kashkashian’s breathing can be heard subtly under the viola, which provides something of a guide: by following her breath, the listener can hear where the phrases begin and where they end in the mind of the performer. In the Kurtág miniatures, the intent of each line or idea is clearly delineated. In the second work on the album, Sonata for Violin Solo by György Ligeti, Kashkashian points to the composer’s intent through the dark, dense sponge of notes with which Ligeti packs the music.
In Ligeti’s late masterpiece, Kashkashian leaves space, giving an unhurried performance of all six miniatures, even through the frenzied technical challenges of “Prestissimo con sordino.” She does not overstate Ligeti’s concentrated, microtonal line in “Hora lungă,” nor the heavy, rich chords decorating the melody in “Loop,” The album closes with “Chaconne chromatique,” a movement that drives the composition through torturous spirals, eventually emerging into a place of relative simplicity. Though this work has more notes-per-pound than the Kurtág, the two share the common vocabulary that both of these Hungarian composers inherited.
While both works have been recorded on other well-reviewed albums, this recording is well worth owning. Kashkashian’s performance is authoritative, and the placement of these two works side-by-side adds depth to both approaches to solo viola writing. And in the deepest winter, it is a comforting thing to have a warm, quiet place in which to retreat with Kashkashian and the Györgys.
Caitlin Smith, Icareifyoulisten.com

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