Es gelingt hier das bislang dichteste, zugkräftigste und antörnendste Werk des Musikers aus Lausanne […] Von Radiohead und Metallica zu den Klavierpräparationen eines Benoît Delbecq und zurück zu frühen Idolen wie Abdullah Ibrahim: Von diesem bestens eingespielten Trio wird all dies und vieles mehr mit Fantasie und Leichtigkeit in hohe Vortragskunst überführt.
Karl Lippegaus, Fono Forum
It’s simple: any music fan seeking something quite "different" from contemporary instrumental music — and specifically from conventional notions of the "jazz piano trio" — should investigate Switzerland’s Colin Vallon Trio. ‘Danse’, Vallon’s third date for ECM, might be the recording that establishes the band’s (and his) reputation outside Europe and hopefully with an audience outside the confines of jazz. […]The improvisation is plentiful, and based on the trio’s interaction in (mostly) songlike pieces that are usually inseparably dependent on circular rhythm. Vallon, double bassist Patrice Moret, and drummer Julian Sartorius do solo, but almost always within structural harmonic themes and defined rhythmic pulses. They communicate a piece’s inner dynamic that is welcoming, even when dissonant, to listeners. […] This trio’s music is as attractive and engaging as it is idiosyncratic and inventive.
Thom Jurek, All Music
Hier geht es nicht um die Egos der Einzelnen, sondern um eine Synthese zu etwas Größerem. Das nimmt sich Zeit, um immer neue Höhen zu erklimmen, zelebriert nuanciert sein Programm subtiler Steigerungen.
Ulrich Steinmetzger, Leipziger Volkszeitung
Aus einfachen Motiven entwickelt dieses Trio ein musikalisches Kraftfeld, bei dem ein Beckenrauschen oder ein insistierender Ton auf dem Flügel zum Ereignis werden kann. Dass sich daraus manchmal auch ein fast schon beunruhigender Song entwickeln kann, beweist ein Song wie ‚Tsunami‘, der sich unerbittlich steigert und dessen Strukturen sich schließlich auflösen […] Zehn dieser ‚kleinen großen‘ Kunststücke hat das Colin Vallon Trio auf ‚Danse‘ versammelt, sie sind eine ruhige Kraftquelle in stürmischen Zeiten.
Rolf Thomas, Jazzthing
Pianist Colin Vallon, double bassist Patrice Moret and drummer Julian Sartorius, collectively contemplate before moving mountains. Their energy rises from a quiet center—breathy percussion, shaded pulse, Vallon’s many interpretations of major and minor conversations—and gives this moving collection a tidal quality. Gentle yet thunderous, hypnotic, expansive and heart-paced. When I tell you Danse has been in my player for weeks, dampening the vulgar noise of our politics, I kid you not. And it just may remain there for four years.
Mike Jurkovic, Elmore Magazine
Schroffes, Kantiges und Dissonantes fügt sich zu harmonischen Klangbildern, flüchtig Hingeworfenes und wie nebenbei Skizziertes verdichtet sich zu einem Strudel mit hypnotischer Sogwirkung. Intellektuelle Coolness und emotionale Spiellust gehen eine fruchtbare Verbindung ein, die jeden Moment für eine musikalische Überraschung gut ist. Diese Musik strahlt gleichzeitig nervöse Dringlichkeit und meditative Ruhe aus, wühlt auf und beruhigt, klingt wohlvertraut und entführt in nie Gehörtes. Das ist keine Musik zum nebenbei Hören, sie verdient volle Konzentration und Aufmerksamkeit, um ihre volle Wirkung entfalten zu können. Dann ist sie absolut umwerfend.
Peter Füßl, Kultur
This exquisite album brings a different, perhaps unique, sound with Patrice Moret’s bass and Julian Sartorius’s drums seeming to enrich the ensemble sound rather than creating individual voices. Their group approach may sound gentle at first but there’s a depth of expression which adds enormously to their appea, all helped by a wonderfully warm recording.
Peter Bevan, Northern Echo
Der Bruch mit der Jazztradition ist gewaltig. Fernab plakativer Rhythmen und einprägsamer, nachsingbarer Themen bevorzugt das Trio des Schweizer Pianisten Colin Vallon einen regelmäßigen, kraftvollen Klangstrom, der mit den swingenden, coolen oder hip hoppenden Rhythmen früherer oder aktueller Klaviertrios nicht das geringste gemein hat. Stattdessen setzen sie auf einen kontinuierlichen musikalischen Fluss, die Aussagekraft der Zwischenräume, auf das feinsinnige Ineinandergreifen von Motiven, auf duftige Klangnuancen, winzige Dynamikveränderungen und gelegentlich auch geräuschhafte Einsprengsel […] Eine sperrige, großartige Platte!
Werner Stiefele, Stereoplay
‘Danse’ is a thoroughly absorbing album that combines two different musical strands into a convincing whole with some of the pieces unashamedly putting the emphasis on beauty and lyricism, others experimenting with form and repetition. In the hands of the Vallon trio it all comes together to create an increasingly recognizable group sound that ECM aficionados may recognize as sitting somewhere between the very different approaches of label mates Tord Gustavsen and Nik Bartsch.
Ian Mann, The Jazzmann
Colin Vallon (p), Patrice Moret (b) und Julian Sartorius (dr) erschaffen kurze Tonpoeme, die wie Spinnweben wirken; man weiß aber um die elastische Stärke so eines Spinnennetzes. Der CD-Titel ‚Danse‘ darf wörtlich genommen werden, allerdings geht es weniger um Beats oder um Groove, sondern um das Tanzen der Schaumkronen auf Meereswellen oder um tanzende Lichtreflexionen auf einem Vorhang im Wind.
Martin Schuster, Concerto
Mit seinem dritten ECM-Album übertrifft das Colin Vallon Trio alle Erwartungen. Extrovertierte Virtuosität haben die Musiker längst hinter sich gelassen. Tanzend bewegen sie sich in die Zukunft. Sie agieren so symbiotisch wie die besten klassischen Streicherensembles. Obwohl die meisten Kompositionen von Vallon stammen, erscheint uns das Trio als gleichseitiges Dreieck. Die Musiker begegnen uns als rätselhafte beglückende Einheit. […] Es ist eben doch von Bedeutung, ob Musiker in abgetrennten, schallisolierten Zellen mit Kopfhörern spielen oder ob sie einander beim Spielen nahe sind und sich sehen. Man hört und spürt den Unterschied.
Manfred Papst, NZZ am Sonntag
Warm tönend unterstreicht der Kontrabass von Patrice Moret und das lange Zeit rhythmische Komplexität nur aufblitzen lassende Schlagzeug Julian Sartorius‘ die an Minimalismus gemahnenden Kreiselbewegungen. Ab dem vierten Track schleichen sich dann hörbar Akzentverschiebungen in das Geschehen, und Sartorius setzt zunehmend deutlich seine ungewöhnlichen, Verfremdung generierenden Objets-trouvés-Klangquellen ein und verbindet dies nach einer um Geduld ringenden Phase drängender Minimalismen mit einer Auffächerung des geronnenen Pochens in subtil tänzelnde Beckenrhythmen.
Thomas Fitterling, Rondo