Ihr schlanker, biegsamer Ton (sie spielt eine Guadagnini-Violine von 1782) fügt sich bei der neuen Aufnahme einschmeichelnd süß mit dem Chamber Orchestra of Europe zusammen, das in seiner jungen Geschichte (gegründet 1981 und in London ansässig) schon bald zu einem der angesehensten Kammerensembles wurde. ‚Kammer‘ ist hier relativ: Das flexible Orchester hat zeitweilig über 50 Mitglieder. Im dritten Satz des Mendelssohns-Konzertes verbreiten alle zusammen beinahe spritzige Champagnerlaune, eleganten Swing und Klangkultur in bester Einheit.
Werner Theurich, Spiegel Online
Ihre musikalische und klangliche Bandbreite ist auch diesmal enorm zwischen den fahlen, schattierten Farben in Schumanns Mittelsatz und dem übersprudelnd munteren Finale bei Mendelssohn.
Reinmar Wagner, Kulturtipp
Aus dem Wunderkabinett der supremen Kunst ihres Geigenspiels schöpft Carolin Widmann das Violinkonzert von Felix Mendelssohn op. 64. Ungemein geschmeidig zeichnet sie die instrumentalen Linien, schwelgt in kulinarischen Abschnitten im Andante und versteht es mitreißend, die sommernächtlichen Geister virtuos elegant, springlebendig im Finale zu wecken.
Egon F. Bezold, Der Opernfreund
Silbriger Ton, leuchtend, aber nie blendend, singend, schlank – so spielt Carolin Widmann die beiden Violinkonzerte von Felix Mendelssohn und Robert Schumann. […] Mit dem Chamber Orchestra of Europe bewegt sich die Geigerin auf einer gemeinsamen Linie. Sie steuern die Höhepunkte so zielsicher an, als hätten sie nie dafür proben müssen. Das ist eindrucksvoll und allürenfrei. Vor allem ist es kammermusikalisch. Die große Konzertform wird zum subtilen Miteinander.
Christoph Vratz, Concerti
Schumanns d-Moll-Konzert inszeniert sie als fesselnden inneren Monolog, der in einem wunderbar meditativen Mittesatz gipfelt. Bei Mendelssohns e-Moll-Klassiker agiert das Londoner Chamber Orchestra of Europe mit feuriger Rhythmik. Widmanns Ton blüht auch ohne fülliges Vibrato, mal silbrig-fein, geradezu schwerelos, mal kraft- und temperamentvoll zupackend.
Otto Paul Burkhardt, Audio
Gemeinsam mit dem Chamber Orchestra of Europe findet Carolin Widmann auch bei Mendelssohn einen eigenen Ton. Sie streicht schlank und filigran, mit zartem Schmelz, aber ohne Schmalz. So erweckt die Geigerin beide Violinkonzerte zu neuem Leben: in einer Aufnahme, die Feinsinn und musikalisches Temperament vereint.
Marcus Stäbler, NDR Kultur
Dass die Violinisten führend in der Schumann-Interpretation ist, stellt sie mit ihrem emotional aufgeladenen Spiel erneut unter Beweis, während ihre Version des Mendelssohnschen Violinkonzerts ein Musterbeispiel an vornehmer Zurückhaltung darstellt: selten hört man beim Standardwerk die Solostimme und das Orchester derart gleichberechtigt in munterem Dialog.
Maximilian Theiss, Crescendo
Good to hear both works played with such intelligence and with the COE in excellent form.
David Threasher, Gramophone
Energisch und einfühlsam verwirklichen Carolin Widmann und das Chamber Orchestra of Europe Schumanns symphonisches Konzept. Im ätherischen Mittelsatz dringt Widmann in ungeahnte Ausdrucksbereiche vor: Mit bodenlos fahlen, tief empfundenen Tönen trifft sie Schumanns Nerv, seine Poesie, seinen Schmerz. Schumanns Violinkonzert ist ein Stück Avantgarde – und so spielt es Carolin Widmann auch. Ihr künstlerischer Ernst und ihr Mut zum Risiko sind imponierend. […] ein starkes Statement, das dem auf Hochglanz polierten Klassik-Betrieb guttut!
Friedemann Leipold, BR Klassik
Die beiden romantischen Violinkonzerte von Felix Mendelssohn Bartholdy und Robert Schumann sind von Publikum und Kritikern schon immer sehr unterschiedlich wahrgenommen worden. Die deutsche Geigerin Carolin Widmann hat als Solistin und Dirigentin beide Werke mit dem Chamber Orchestra of Europe aufgenommen – mit großer Klarheit und Frische und einem feinen Gespür für Details. Widmanns Mendelssohn swingt, und ihr Schumann klingt so gar nicht wie die Schöpfung eines unter angeblich nachlassender Geisteskraft leidenden Komponisten.
Tobias Schmitz, Stern
Magnifique partenaire, le Chamber Orchestra of Europese révèle beaucoup plus tourmenté dans le ‘Concerto pour violon’ de Robert Schumann: le lyrisme couvre un fond d’inquiétude. […] passages accrochent les difficulties techniques. C’est grandiose et pourtant terriblement humain et préoccupè.
Elisabeth Haas, La Libertè
Widmanns Spiel steht für weitaus mehr als nur makelloses Handwerk und Mainstream-Exegese: Unter ihrem Bogen erstehen grundsätzlich neu gelesene, existentiell aufgeladene Violin-Dramen, die in ihrer Unbedingtheit, ihrer Suggestivkraft und Tiefenvermessung, ebenso mit überraschenden Volten und koloristischen Raffinement die Konkurrenz (zumeist weit) hinter sich lassen. Eine der fünf wichtigsten Neuerscheinungen des Jahres!
Martin Hoffmeister, MDR Kultur
Violinist Carolin Widmann, who also directs the COE, takes an admirably brisk approach to both works, emphasizing the cantabile nature of the slow movement of the Mendelssohn without any hint of sentimentality […] an elegant and expansive reading.
Stephen Pritchard, Observer
Widmanns Neugier und ihr schlanker, transparenter Geigenton vermitteln nicht Süffiges, sondern sind Mittel, die beiden Konzertlandschaften zu erkunden. Mendelssohns Finale kommt ohne falsche Raserei aus, Schumanns Konzert entfaltet seine meditative Schönheit ohne Forcierung.
Harald Eggebrecht, Süddeutsche Zeitung
Musikalische Wachheit, ein gesundes Misstrauen eingefahrenen Interpretationen gegenüber, viel Lust an Zeitgenössischem: die deutsche Geigerin Carolin Widmann war noch nie eine stromlinienförmigeMainstream-Virtuosin. Egal, was sie spielt, es lohnt sich immer ihr zuzuhören, gerade auch, wenn sie sich, wie jetzt hier, im viel gespielten, äusserst populären Konzert von Mendelssohn präsentiert, das sie – wiederum ungewöhnlich – mit dem nur zwölf Jahre später entstandenen, aber lange von Vorurteilen belasteten Schwesterwerk von Schumann kombiniert. Natürlich braucht sie dafür keinen Dirigenten, stark und selbstbewusst genug ist ihr Gestaltungswille, und wach genug sind die Musiker des Chamber Orchestra of Europe, die es seit vielen Jahren gewohnt sind, auch in größeren Besetzungen kammermusikalisch aufeinander zu hören.
Reinmar Wagner, Musik & Theater
On y a rarement entendu ton plus poignant, sonorité plus envoûante ou phrasés plus communicatifs. Ce mélange de clairvoyance et de lyrisme passionné – ni trop étiré ni trop chaotique – fait toute la valeur d’une interpretation qu’on ne pourra plus ignorer désormais.
Jean-Michel Molkhou, Diapason
Certainly, the Concerto finds Schumann staring into the abyss, but its slow movement, in particular, has an otherworldly atmosphere that is profoundly affecting. Carolin Widmann and the Chamber Orchestra of Europe give a deeply-felt account of it, and are no less expressive in the beautiful second subject of the opening movement.
Misha Donat BBC Music Magazine
Violinist Carolin Widmann brings her formidable talents to bear on her two favourite works from the violin repertoire […] The youthful impetuosity and lyricism of Mendelssohn’s concerto is dispatched with effortless artistry, with a thrilling rendition of its third movement. The darkness and abrasiveness of Schumann’s Violin concerto in D is conveyed with aching sensibility. The stasis of the slow movement flows seamlessly to a swirling finale. Readings of searing insight that come highly recommended.
Gavin Engelbrecht, Northern Echo