As you may have guessed ..., this isn’t exactly dinner jazz, but neither is it a dry, difficult academic exercise. The writing is vibrant, witty and often beautiful. Throughout the cast of players shifts, giving each piece a distinctive character. ... But these guys can make it up as they go along just as well as they can write it down; the two free improvisations are stuffed with ideas yet marked by a restraint and a sense of space rarely found in jazz (except maybe on other ECM records). The closing „Tutti Free“ finds the whole 11 piece slowly expanding and contracting as one with a sensitivity and power that’s almost unfathomable. Beautiful.
Peter Marsh, BBC Online
Der Saxophonist Trygve Seim – Jahrgang 1971 – war mit seinem Debütalbum Different Rivers einer der Shooting-Stars des Jahres 2000. Der Nachfolger The Source and Different Cikadas entstand mit Seims alten Freunden, dem Posaunisten Øyvind Brække und dem Schlagzeuger Per Oddvar Johansen, mit denen er schon seit 1993 unter dem Namen „The Source“ auftritt. Dazu holte man sich für die Aufnahmen renommierte Gäste: das Cikada String Quartet beispielsweise, schon aus diversen anderen ECM-Produktionen bekannt, den Trompeter Arve Henriksen, eine der interessantesten jüngeren Stimmen auf seinem Instrument, oder den klassischen Akkordeonisten Frode Haltli. Herausgekommen ist eine sehr persönliche und abwechslungsreiche Mischung aus Klängen, über denen die Bezeichnung Jazz eigentlich nur zufällig Platz hat. ... Und die Stimmung? Fjorde wieder einmal? Die Melancholie von Different Rivers ist sehr gemildert; natürlich gibt es elegische Klangflächen mit schwer atmenden Blasinstrumenten darüber, aber es gibt auch das energetische Spiel auf „Uten Forbindelse“ oder „Fort-Jazz“, ironisch präsentierte Tangos und Swing-Nummern, überhaupt sehr viel Humor. Aber den soll es ja am Ende der Fjorde auch zuweilen geben.
Stephan Richter, Fono Forum
Mit seinem Album Different Rivers mauserte sich der norwegische Saxophonist Trygve Seim letztes Jahr vom Geheimtipp zum Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik. Nun folgt der nächste große Wurf. ... The Source nennt sich das Dreigestirn bestehend aus Seim, Øyvind Brække, tb, und Per Oddvar Johansen, dr. Reine Triokompositionen jedoch finden sich auf diesem Album nicht. Vielmehr gehen The Source hier eine vitale Verbindung mit dem Cikada Stringquartet sowie weiteren Gastmusikern ein. ... Die 15 hier in gewohnter ECM-Qualität von Manfred Eicher produzierten Kompositionen reihen sich ein in den Reigen nordischer Improvisationsmusik à la Garbarek, Rypdal und Björnstad, sind hingegen nicht so lyrisch wie jene. Umgekehrt mischen sich hier auch avantgardistische Passagen wie bei Xenakis, Stockhausen oder Cage ins Konzept. Heraus kommt ein ebenso minimalistischer wie warmherziger Klang, wirkt die Musik ebenso meditativ wie durch ihre Rhythmik beschwingend. ... Zweifelsohne: auch The Source and Different Cikadas ist erneut ein großer Wurf.
Thomas Volkmann, Jazzpodium
Well, the cikadas are certainly here, in a movement from a Lutoslawski string quartet which buzzes and clatters like a whole night sky in Africa. The strings elsewhere are merged in with the leader’s saxophone, trombone and drums, and then there is the accordion which adds yet another dimension. The wide-ranging instrumentation is reflected in the writing which comes from all three men and jumps from the abstract Scandinavian jazz/classical of the opener to the gentle world funk of the second track. And it goes on to take in American avant garde jazz, circus band humour, and cut and paste influences, with the mood changing back and forth between sections, always with the accent on creating an intriguing landscape of sounds. There is a remarkable absence of solo showing off, with the ensemble sound all important.
Peter Bacon, Birmingham Post
As with Different Rivers, a captivating demonstration of a truly contemporary music with jazz still its unmistakeable driving force
John Fordham, The Guardian
Ein Gegenentwurf lärmender Großstadthektik. Meist wenige Töne, in der Regel sparsam bewegte Melodien sind es, mit der diese Musik ihr Auslangen findet. Der norwegische Saxophonist Trygve Seim schreibt und spielt weiträumige Klangflächen. Auf The Source and Different Cikadas begleiten ihn Posaune, Akkordeon, Schlagzeug sowie vier Streicher. Was Marc Rothko mit seinen großformatigen Ölbildern vor einem halben Jahrhundert inszenierte, fasziniert auch Seim: die geschärfte Wahrnehmung kleiner und kleinster Nuancen. Musik, die Energien freisetzt für unerwartete Ausflüge in schnellere Passagen.
Salzburger Nachrichten
Endlich wieder eimal wirklich originelle Musik aus dem hohen Norden. ... Abstrakte Bläserlinien und meist düstere, an Arvo Pärt erinnernde Streichersätze durchziehen die Stille und schaffen so ein fragmentarisches Ganzes, das eher als eine große Komposition denn als einzelne Stücke wahrgenommen wird. Der stets leicht unterkühlte Charakter dieser Musik wird durch die saubere Aufnahmequalität zusätzlich unterstützt, und die jazzigen Elemente sorgen – wenngleich sie manchmal etwas deplaziert wirken – für Abwechslung in dieser akustischen Winterlandschaft.
Tk, Jazz’n’more
Startlingly original, haunting, unclassifiable music from three of ECM’s most resourceful and innovative composer/instrumentalists. The late Edward Vesala is a clear influence, but the album’s arresting mix of freedom and structure is simply unique and deserves to be widely heard.
Chris Parker, BBC Music Magazine