The music treads the line of tangibility, with sudden rushes of anger or fondness and the messy half-memories that come with grief. The strings complete phrases that the singers can’t seem to summon. Conductor Paul van Nevel doubles the vocal parts to create broad, generous textures that sound lovely and lush against the strings’ icy clarity – all captured perfectly by ECM’s engineers.
Kate Molleson, The Guardian
Dieser Einstünder ist nichts anderes als die unaufhörliche Sehnsucht nach dem erlösenden Licht des Titels, dessen Möglichkeit aber beständig bezweifelt und hinterfragt wird. So ergreifend aber wie hier gelingt Meditation selten, so packend, in die Tiefe bohrend und faszinierend.
Reinhard Brembeck, Süddeutsche Zeitung
The instrumental writing is astonishingly intricate, yet it’s the sum effect of the whole piece – nailing the terror and uncertainty of faith – that both unsettles and thrills.
Neil Fisher, The Times
Die acht Sängerinnen und Sänger des renommierten flämischen Huelgas Ensemble und die vier Musiker des Kölner Minguet Quartett schaffen in dieser Stunde unter der Leitung von Paul Van Nevel ein ganzes Universum an Klängen, in dem sich die Textfragmente römischer Requiem-Liturgie in einem ganz neuen Kontext entfalten können und sich organisch mit der Komposition zu etwas völlig Neuem verbinden. ‚Lux‘ bedeutet ‚Licht‘ – und Wolfgang Rihms Musik entzündet in der Tat ein Leuchten, dessen polyfone Strahlkraft definitiv den Horizont erweitert.
Katherina Knees, Crescendo
Das Rihm-erprobte Minguet-Quartett und die Alte-Musik-Spezialisten des Huelga-Ensembles treffen sich hier zu einer wunderbar ambivalenten Requiem-Meditation, die zweifellos zu den interessantesten, bewegendsten Eingebungen Rihms der letzten Zeit gehört.
Dirk Wieschollek, Fono Forum
‘Et Lux’ (2009) is scored for vocal ensemble and string quartet. It is cast in a single, hour-long movement and is at once meditative, mesmeric, alarming and confounding. […] The score’s ‘antique’ sonorities are performed with breathtaking purity of tone by the Huelgas Ensemble and Minguet Quartet, while the more angular, explosive elements of the score are met with tremendous emotional intensity. The clarity of ECM’s recording is exemplary, capturing the light and shade of Rihm’s transfixing score.
Kate Wakeling, BBC Music Magazine (five stars)
C’est peut-être une des œuvres les plus mystérieusement fascinantes de Wolfgang Rihm, qui s’affirme encore advantage comme ‘le’ compositeur allemande de sa generation, un Brahms modern en quelque sorte. […] ‘Et Lux’ dans la lignée des chefs-d’œuvre à mi-chemin entre profane et sacré, comme le ‚Deutsches Requiem‘ de Brahms. L’exlusion de mots ‘Deus’ et ‚Dominus‘ marque une volonté de dèpasser la diversité des croyances pour offrir à l’auditeur une meditation sur la Mort, cette grande interrogation de l’existence, et un accès vers une sérénité lumineuse.
Gérard Condé, Diapason
Eine Totenmesse: ‘Et Lux’. Die Streicher klagen, die Stimmen ächzen. Süß klingt das und bitter. Denn dass uns ein ewiges Licht leuchten soll, irgendwo da draußen, das sei, meinte Rihm, zugleich Trost und Beunruhigung. So beginnt die Musik wie ein Choral in Pfundnoten, löst sich auf in motettenhafte Beweglichkeit, die Stimmführung taucht ein in harmonische Raffinessen früher Mehrstimmigkeit, einige Farben erinnern an Haydns ‚Letzte Worte‘, tiefe Bartók-Pizzikati gliedern den fließenden Strom in Sequenzen oder Strophen. Alte Bekannte grüßen uns im Vorübergehen. Und doch geht uns das direkt an, greift diese Musik ins Heute, diese Dissonanzen sind ja inzwischen zu tröstlichen Freunden geworden.
Eleonore Büning, Frankfurter Allgemeine Zeitung
‘Et Lux’ gibt sich durch seinen Text als Requiem zu erkennen – allerdings hat Rihm nicht den gesamten Text, sondern nur einige Fragmente vertont, die immer wiederkehren. Die Besetzung ist mit Streichquartett und vier Singstimmen – hier jeweils doppelt besetzt – wesentlich reduzierter als bei einem herkömmlichen Requiem. Im Mittelpunkt steht der Satz ‚et lux perpetua luceat‘ – ‚und das ewige Licht leuchte ihnen‘. Das Huelgas Ensemble und das Minguet Quartett unter der Leitung von Paul Van Nevel gestalten eine beseelte Stimmung, lassen Klang in alle Richtungen streben. Mit der Zeit mischen sich immer schärfere Dissonanzen und harsche Geräuschklänge der Streicher in den Chorklang, der seine ruhige Stimmung aber beibehält und die Stiche der Streicher wie ein Sicherungsnetz abfängt. […] Die zwölf Musiker schaffen eine beeindruckend dichte Klangkulisse, die gleichzeitig immer durchsichtig ist. Überhaupt ist die Kombination der Mittelalter- und Renaissance-Experten des Huelgas Ensembles mit den Neue-Musik-Profis des Minguet Quartetts eine durchdachte Besetzung. So kommt sowohl das Moderne als auch die Verankerung des Stücks in der Tradition zur Geltung.
Tuula Simon, WDR 3
Although written in 2009, Wolfgang Rihm has deliberately invoked in ‘Et Lux’ a timeless, floating quality to this piece, that makes it, on blind listening, decidedly difficult to place. This recording (February 2014, Antwerp) indeed does seem to glow from within. The string quartet is asked to play with mutes and to bow very close to the fingerboard, to evoke the instruments of old, and echo of viols. Rihm’s harmonic language is wide-ranging, with modal passages vying with intense chromaticism. The intensity of both strings and voices around 16-17 minutes is visceral, particularly as ECM’s outstandingly clear and present recording supports a dynamic range from the almost inaudible to the unbearably powerful […] this piece is a stunning achievement; the ECM recording is a stunning realization of a piece that will surely touch every listener it comes into contact with.
Colin Clarke, Fanfare